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Re: Russland

Verfasst: 28.01.2026, 18:09
von Staber
Alex schrieb:
Was findest Du denn unsachlich? Dass ich einen Link zur Wahrheit poste und der Lügnerin Krone-Schmalz jeglichen Respekt verweigere?
Das ist Deine Ansicht! Dein gutes Recht!
Ich erinnere, Krone-Schmalz argumentiert, dass Russlands Interessen ignoriert wurden und die NATO-Osterweiterung eine Reaktion provozierte.
Ich bin froh ,das ich die Zeiten von Gorbatschow erlebt habe, was war das für eine Stimmung auch in Westdeutschland, die Welt schien größer als es keinen Ostblock mehr gab, Hoffnung, Neuanfang…und heute ?
Man kriegt nur noch das kalte Grausen auch bei unseren unterbelichteten klein geistigen Politikern, mit denen und ihren WEF Ideologien hätte es niemals ein Ende des kalten Krieges gegeben und ich erinnere mich als Putin sogar angeboten hatte NATO Mitglied zu werden, welche wunderbaren Chancen die vollkommen vertan sind 😢Die Sowjetunion schlug 1954 einen Beitritt vor (abgelehnt), und zu Beginn der 2000er Jahre erkundigte sich Wladimir Putin bei westlichen Politikern wie Bill Clinton nach einer möglichen NATO-Mitgliedschaft für Russland, was jedoch nicht zu konkreten Schritten führte. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion gab es eine Kooperationsphase, die 1997 in der NATO-Russland-Grundakte mündete, aber die Osterweiterung und die Verschlechterung der Beziehungen führten später zu einer tiefen Feindschaft. Chance verpasst würde ich sagen.
Ich bin mir sicher ,das Du diesen Beitrag nicht zustimmen wirst, Muss man auch nicht!

Re: Russland

Verfasst: 31.01.2026, 16:51
von Uel
Hallo Staber,

aber ich stimme Dir voll und ganz zu, vermutlich weil wir auch strategisch statt allein moralisch urteilen können. Letzteres ist zwar edel, kann man sich aber nur in Utopia leisten. Seit 1946 sucht die UN mal poetisch ausgedrückt, vergeblich das Stadttor zu diesem Utopia.

Warum mussten wohl die USA im Oktober 1962 als Preis für Cuba in der größten Militärkrise nach dem 2.Weltkrieg ihre Atomraketen aus der Türkei zurückziehen analog den Russen aus Cuba. Weil man einander zu dicht auf die Pelle gerückt war und es damit kaum noch Vorwarnzeiten gab. Selbst einen kleinen technischen Fehler hätte man nicht mehr händeln können. Und dann rückt man ab den 90ern, nachdem Russland dem Westen mit Rückzug entgegenkam, zugegeben finanziell erzwungen, mit der schubweisen Osterweiterung der NATO nach und nach extrem auf die Pelle. Man kann den Russen inzwischen ja alles absprechen, aber generell die Lernfähigkeit ist dann schon sehr gewagt.

Wenn man dann die Vorwarnung mit dem größten und längsten Militärmanöver Russlands aller Zeiten an der ukrainischen Grenze als letzte Warnung nicht erkennen kann, dann hat man kurz gesagt politisch nicht alle Tassen im Schrank. Da hätte man spätestens schnell wie die Feuerwehr (ver)handeln müssen.

PS.: Argumentativ umfassend ernst zu nehmen halte ich nur den, der dass von mir so oft, aber vermutlich vergeblich, empfohlene Buch (Tim Weiner CIA - Die ganze Geschichte ISBN 978-3-596-17865-0 ) gelesen hat. Oder aber der sich in den vielfältigen Auslandsaktionen der USA auskennt. Auf Freunde sollte man zumindest winzigen Einfluss haben können, auf Feinde nuturgemäß keinen. Tragisch ist, wenn aus Freunden Feinde werden. Vernachlässigen wir nur die Canadier nicht!

Re: Russland

Verfasst: 01.02.2026, 16:17
von AlexRE
Ob der Nato - Beitritt Russlands im Falle amerikanischer und westeuropäischer Zugeneigtheit überhaupt möglich gewesen wäre, wird hierzuforum etwas voreilig unterstellt. Erstens besteht für Neuaufnahmen das Einstimmigkeitsprinzip, alle Natostaaten müssen zustimmen, und zweitens müssen künftige Natostaaten demokratische Standards gewährleisten, die weder unter Putin noch unter Jelzin gegeben waren:

https://www.welt.de/print-welt/article4 ... epsis.html

Davon abgesehen folgt die russische Aggression gegen die Ukraine ganz offenkundig einer brutalen imperialen Logik, die mit dem bisherigen amerikanischen Verhältnis zu Kuba in keinster Weise vergleichbar ist. Da sollen eben nicht nur Waffensysteme des gegnerischen Machtblocks verschwinden, sondern das ganze Land soll wie zu kolonialimperialen Zeiten im 19. Jahrhundert zur Beute werden.

Wenn Trump nicht in den USA selbst ausgebremst wird, kann das sogar funktionieren. Dessen offenkundige Pläne laufen auf eine Aufteilung der Welt unter den USA, Russland und China hinaus. Das würde eine trilaterale und mitnichten die angekündigte multilaterale Weltordnung bedeuten.

Die würde allerdings auch nicht sehr lange bestehen. Viele der zur Beute erklärten Staaten würden sich Massenvernichtungswaffen zulegen und 1/4 oder 1/5 aller Länder der Welt mit solchen Fähigkeiten würden keine X - laterale Ordnung, sondern ein katastrophengeneigtes Chaos erzeugen.

Re: Russland

Verfasst: 01.02.2026, 16:55
von Uel
Wenn Trump nicht in den USA selbst ausgebremst wird, kann das sogar funktionieren. Dessen offenkundige Pläne laufen auf eine Aufteilung der Welt unter den USA, Russland und China hinaus. Das würde eine trilaterale und mitnichten die angekündigte multilaterale Weltordnung bedeuten.

Die würde allerdings auch nicht sehr lange bestehen. Viele der zur Beute erklärten Staaten würden sich Massenvernichtungswaffen zulegen und 1/4 oder 1/5 aller Länder der Welt mit solchen Fähigkeiten würden keine X - laterale Ordnung, sondern ein katastrophengeneigtes Chaos erzeugen.


Wenn die Welt blöd genug ist, wird es so kommen und man wird den Reichtum der Welt im Bau von Atomraketen vernichten, mit dem gigantisch steigenden Risiko einer Fehlzündung.

Wenn die Welt klug werden könnte, wird man neue Wirtschaftsräume bilden und den verbliebenen ca. 10 Atommächten mit Zöllen klarmachen, dass wirtschaftliche Teilhabe nur mit atomarer Abrüstung möglich wäre. Wenn 183 zu 10 nicht auch ein Argument darstellt, dann weiss ich auch nicht weiter.