
Noch was,der Schuldkult wird bei uns gepflegt bis zum Erbrechen.
Dieser Schuldkult läßt ja nicht mal mehr Raum für normales Denken und diskutieren
Wir sind eine Meinungsdiktatur!
gruß staber
Staber hat geschrieben:Israels Auftreten gegenüber seinen Nachbarn, von Anfang an, geht einher mit der gleichen Verachtung und Arroanz, wie die der ehemaligen Kolonialherren gegenüber "ihren" Eingeborenen. Man könnte auch sagen: das ist Rassismus. Die Nachbarn sind nun einmal alles stolze Völker und solche Arroganz erzeugt nun einmal Haß.
maxikatze hat geschrieben:Dabei muss die Frage erlaubt sein, warum Israel bei seinen Nachbarn so unbeliebt ist. Israel ist kein Opfer mehr, aus dieser Rolle sind sie längst raus.
"Es wird - und das von beiden Seiten - sehr viel "ad hominem", also gegen die diskutierenden Personen selbst agiert statt sich mit den von ihnen vertretenen Positionen sachlich auseinanderzusetzen. Der Diskussionskultur in diesem Land tut das nicht gut."
Das sehe ich auch so. Die Diskussion um das "Gedicht" ist sogar geradezu prototypisch für das ganze Gefahrenpotential unsachlicher ad hominem - Diskussionen.
M. E. hat Grass auf eine furchtbare Art und Weise Unrecht, man kann kaum eine schlimmere Verzerrung der Wahrheit erdichten, als die Rollen von Aggressoren und bedrohten Menschen zu vertauschen, ob es sich nun um Staaten und die große weltpolitische Bühne handelt oder um den allltäglichen Umgang normaler Gerichte mit dem Notwehrrecht. Da haben wir in den letzten Jahren auch einige unfassbare Urteile gegen Menschen erdulden müssen, die so unbequem waren, sich nicht in ihre Opferrolle zu schicken.
Da sich aber kaum ein Grass - Kritiker verkneifen konnte, auf höchst unsachliche Art und Weise dessen SS - Vergangenheit ins Spiel zu bringen (tatsächlich hatte er sich zur Wehrmacht freiwillig gemeldet und ist dann ungefragt zur SS überstellt worden, das ist im letzten Kriegsjahr öfters vorgekommen) und ihn unzutreffend als Antisemiten anzugreifen, ist Grass in der Rolle eines Opfers der "Nazikeule" gelandet. Das wertet seine unwahren Aussagen auf und vor allem die wahren Aussagen seiner Kritiker MASSIV ab.
Wie gesagt, das hier ist ein extremes Beispiel, aber es ist ganz grundsätzlich so, dass ein niedriger Stand der Diskussionskultur der Wahrheit schadet und der Unwahrheit nützt.
Stellungnahme zum Gedicht von Günter Grass
Publiziert am 5. April 2012 von Vorstand
„Was gesagt werden Muss …“ und nicht verschwiegen werden darf
Stellungnahme der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V. zum Gedicht von Günter Grass
Wir, die Mitglieder der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost, gratulieren Günter Grass für seine aufrichtige Aussage in bezug auf die Atompolitik Israels. Auch wenn Günter Grass durch sein langes Schweigen über seine ehemalige Angehörigkeit zur Waffen-SS Glaubwürdigkeit in Sachen NS-Aufarbeitung einbüßt, so zeigt die hysterische Reaktion jüdischer und nicht-jüdischer Deutscher deutlich, dass er ins Ziel getroffen hat.
Mit Recht weist Grass auf die überlegene Stärke der vierten Atommacht des Staates Israel und die Gefahr eines tödlichen Kriegs, der mit oder ohne Unterstützung der USA den ganzen Nahen Osten in Mitleidenschaft ziehen und möglicherweise auf die restliche Welt übergreifen würde. Der Wunsch der im Iran Herrschenden, dass das “zionistische Regime” verschwinden möge, hat seine genaue Entsprechung im Wunsch der USA und Israels, dass das “islamistische Mullah-Regime” verschwinden möge.
Unsere Medien und Politiker verteufeln das eine als “Vernichtungsdrohung gegen die Bevölkerung” und spielen das andere als “berechtigte Forderung” herunter.
Wir verteidigen das Recht aller deutscher Bürger und Bürgerinnen die menschenverachtende Politik des Staates Israel zu kritisieren, ohne als Antisemiten diffamiert zu werden. Diese Taktik dient nur dazu, jegliche Kritik an der israelischen Politik abzuwürgen, wie auch vom real existierenden Antisemitismus abzulenken.
Ein „jüdischer“ Staat sollte und wollte ein Staat sein wie jeder andere und als solcher Muss auch Israel Menschenrechte respektieren und sich dem Völkerrecht beugen, ohne wegen der Vergangenheit einen Ausnahmestatus zu beanspruchen. Wie Günter Grass unterstreicht, sollte gerade Deutschland sich nicht zum Handlanger einer neuen Katastrophe machen. In diesem Zusammenhang ist es mehr als bedenklich, dass die von der Bundesrepublik an Israel gelieferten U-Boote mit atomaren Sprengköpfen aus gerüstet werden können. Auch deshalb beobachten wir die Waffenlieferungen der Bundesregierung an Israel mit Sorge und fordern diese auf, den nötigen Druck auszuüben, auch durch Sanktionen, um Inspektionen und Kontrollen des israelischen Atomprogramms zu ermöglichen wie für jedes andere Land üblich ist. Als Jüdische Stimme befürworten wir einen atomfreien Nahen Osten.
Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V.
05.04.2012
maxikatze hat geschrieben:In einem anderen Forum gefunden - Ali hat es dort eingestellt-
Bitte zuhören!
Link
Zurück zu (Welt-) Rechsstaatsprinzip auf internationaler Ebene
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste