Wohnungsnot in Merkel-Deutschland ?

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Re: Wohnungsnot in Merkel-Deutschland ?

Beitragvon AlexRE » Fr 24. Mai 2019, 16:46

icke hat geschrieben:Der ZIA ist die bedeutendste Interessenvertretung der gesamten deutschen Immobilienwirtschaft und wurde der von der Allianz Immobilien, der Deutschen Bank, DW, GSW und Morgan Stanley Real Estate gegründet. Zur ersten Forderung gehörte die Reform des Mietrechts zur Erleichterung der energetischen Modernisierung. Diese Forderung wurde auch vom BDI übernommen.

Der ZIA ist die bedeutendste Interessenvertretung der gesamten deutschen Immobilienwirtschaft.
https://www.zia-deutschland.de/ueber-den-zia/mitglieder-mitgliedschaften/mitgliedsunternehmen-und-mitgliedsverbaende/
ZIA unterstützt Aufruf an die Bundesregierung zur Steuerförderung für Gebäudesanierung: In einem gemeinsamen, offenen Brief appellieren über 30 Verbände gemeinsam an die Politik, die steuerliche Fördermöglichkeit für energetische Gebäudesanierungen mit dem Bundeshaushalt 2020 endlich umzusetzen.
https://www.zia-deutschland.de/pressemeldung/zia-unterstuetzt-aufruf-an-die-bundesregierung-zur-steuerfoerderung-fuer-gebaeudesanierung/

Vor diesem Hintergrund hat sich die BDI-Initiative „Energieeffiziente Gebäude“ gegründet, ein branchenübergreifender Zusammenschluss von Unternehmen und Verbänden.
https://initiative-energieeffiziente-gebaeude.de/de


Das ist mal wieder eine idiotische Art steuerlicher Förderung. Wer ein Interesse hat, Steuern zu sparen, hat viel Geld und stürzt sich nur deshalb sowieso auf das Betongold. Viel intelligenter wäre es, Baukredite für Familien mit geringem Einkommen staatlich zu verbürgen. Für die würde sich das Bauen bei niedrigen Zinsen auch lohnen, die sind nur nicht kreditwürdig.
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Ich trete überall, wo das notwendig ist, der Meinung entgegen, der Umstand, dass die Diktatur zu allem fähig war, berechtige dazu, die Demokratie zu allem unfähig zu machen.
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Re: Wohnungsnot in Merkel-Deutschland ?

Beitragvon icke » Sa 22. Jun 2019, 10:46

In New York findet gerade ein Rechtsstreit zwischen dem Miliardär Radovan Vitek und dem amerikanischen Hedgefonds Kingstown Capital Management L.P. statt. Wie der Gerichtsort New York schon sagt, geht es in dem Rechtsstreit um Immobilien in Deutschland. Viteks CPI Property Group gehört zu den größten Gewerbeimmobilienbetreibern Deutschlands. Zu den Klägern zählen ein halbes Dutzend weiterer Firmen an die Kingstown Capital Beteiligungen hält. Einige wurden in einem Briefkasten in Delaware gegründet. Startups brauchen halt nicht viel Patz.

https://www.bloomberg.com/news/articles ... hedge-fund

Um die Expertise der DB zu würdigen, mal ein Zitat aus dem Jahr 2005. "Bleibt noch die Frage, was aus den Mietern wird. "Mietsteigerungen müssen nicht zwangsläufig Folge eines Eigentümerwechsels sein", meint Deutsche-Bank-Fachmann Tobias Just. Dass aufwändige Sanierungen die Mietptreise nach oben treiben, glaubt er auch nicht."
https://rp-online.de/wirtschaft/wenn-da ... d-17072083
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Re: Wohnungsnot in Merkel-Deutschland ?

Beitragvon icke » Fr 31. Jan 2020, 15:04

Neben dem ZIA gibt es noch weitere einflussreiche Lobbyverbände. Eine der größten Lobbyorganisationen der Wohnungswirtschaft ist die European Federation of Public, Cooperative & Social Housing (kurz Housing Groupe). Aus Deutschland gehört der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) zur Housing Group. Zu den einflussreichsten Mitgliedern gehören seit den Privatiisierungen die börsennotierten Wohnungskonzerne Deutsche Wohnen und Vonovia.

Ein noch junger Akteur ist die European Public Real Estate Assocation (EPRA)), zu deren Mitglieder sowohl börsennotierte UN aus der Immobilienbranche als auch Banken, Versicherungen und Vermögensverwalter, die im Wohnungssektor engagiert sind, gehören. Als Lobby der privaten, nicht instutionellen Eigentümer agiert die Union Internationale de la Propriete Immobiliere (UIPI). Ihr deutsches Mitglied ist der Verband Haus und Grund. Die Vermietungsplattformen sind über die European Holiday Home Assocation (EHHA) organisiert.

icke hat geschrieben:Der ZIA ist die bedeutendste Interessenvertretung der gesamten deutschen Immobilienwirtschaft und wurde der von der Allianz Immobilien, der Deutschen Bank, DW, GSW und Morgan Stanley Real Estate gegründet. Zur ersten Forderung gehörte die Reform des Mietrechts zur Erleichterung der energetischen Modernisierung. Diese Forderung wurde auch vom BDI übernommen.

Der ZIA ist die bedeutendste Interessenvertretung der gesamten deutschen Immobilienwirtschaft.
https://www.zia-deutschland.de/ueber-den-zia/mitglieder-mitgliedschaften/mitgliedsunternehmen-und-mitgliedsverbaende/
ZIA unterstützt Aufruf an die Bundesregierung zur Steuerförderung für Gebäudesanierung: In einem gemeinsamen, offenen Brief appellieren über 30 Verbände gemeinsam an die Politik, die steuerliche Fördermöglichkeit für energetische Gebäudesanierungen mit dem Bundeshaushalt 2020 endlich umzusetzen.
https://www.zia-deutschland.de/pressemeldung/zia-unterstuetzt-aufruf-an-die-bundesregierung-zur-steuerfoerderung-fuer-gebaeudesanierung/

Vor diesem Hintergrund hat sich die BDI-Initiative „Energieeffiziente Gebäude“ gegründet, ein branchenübergreifender Zusammenschluss von Unternehmen und Verbänden.
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Re: Wohnungsnot in Merkel-Deutschland ?

Beitragvon Uel » Fr 31. Jan 2020, 20:50

Die Beklagerei für zu wenig Sanierungsinvestitionen in Energiereduktion und Wohnraum-Vermehrung geht mir soetwas auf den Geist. Weil der Gesetzgeber zu dämlich ist, zu erkennen, wenn er für den privaten Bauherrn, ohne wohlgesonnene Kreditgeber im Hintergrund, ohne üppige Einkommen, die Abschreibungen so richtig lohnend machen, die Stolpersteine für Normalos stetig erhöht: wenn gleichzeitig zur Energieeinsparungsnotwendigkeit stetig teurer werdende Konkurrenzbaustellen wie Brandschutz in immer neue Höhen getrieben wird, die Barrierefreiheit ins Absurde geschraubt wird, dann bleibt dem mäßig Vermögenden nur das "Abwarten im Bestandsschutz" und das Ansparen der Abrisskosten für seine Immobilie, um wenigstens dann noch die Grundstückskosten realisieren zu können. Dabei werden dann solide Steingebirge pulverisiert, die unsere Vorfahren mit viel Energie und Schweiß auftürmten und durch Holzskelette ersetzt, damit wir bei vermehrt aufkommenden Stürmen genauso viel "Freude" haben wie die Amerikaner mit ihren fliegenden Holzhäusern bei den Wirbelstürmen.
Den vorläufigen Höhepunkt der Narretei hat sich NRW mit der neuen LBO letztes Jahr geleistet. Man hat sie wesentlich umgestrickt um sich der Musterbauordnung anzunähen. Man führt Gebäudeklassen (GK) ein. GK 1 ist für normale Ein- und Zweifamilienhäuser. Ist die Summe der Flächen über alle Geschosse zu groß (400m², nicht Nutzflächen sondern Außenmaße inkl. Wärmedämmung, auch ungenutzte Dachbodenflächen => d. h. ca. 270m² Nutzflächen), so gerät das Haus in GK 3, wo es eigentlich von seiner Art nicht hineingehört. In der Musterbauordnung MUSS dann eine Wohnung barrierefrei sein, (im EG kann man das noch hinbekommen), die bekloppten NRWler setzen einen drauf mit:" ... MÜSSEN ALLE Wohnungen barrierefrei sein". Auch die z.B. geplante Nutzung des Dachbodens als 3. Wohnung in einem ursprünglichen Zweifamilienhaus. Diese Bauform steht x-fach im Lande, wohl dem, der sein Dach schon ausgebaut hat und das Bauamt meiden kann. Der Gesetzgeber hat dann doch Zweifel bekommen und räumt Geschacher um "Abweichungen" als Kann-Bestimmung ein. Es wird dann meist um die finanzielle Schmerzgrenze gehen. Da es um Außenmaße geht, albträume ich von dem Fall, dass eine neue Wärmedämmung ein Haus in die GK 3 spült.

Die Investoren wollen trotz Förderungen und KfW-Brösel nicht investieren? Das Spiel heißt: Politiker sucht Realität! :evil:

Liebe Grüße
von Uel


dran denken: Narrenhände besonders oft waschen, 2m Abstand halten und bei Narren und prustenden Joggern 5m (Atem)-Abstand!
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Re: Wohnungsnot in Merkel-Deutschland ?

Beitragvon AlexRE » Sa 1. Feb 2020, 11:57

Hinter solchen Vorschriften müssten doch eigentlich Fachberater bzw. Lobbyisten stecken. Wer zum Teufel hat ein Interesse an diesem Schwachsinn?
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