Gewalt gegen Kinder und Frauen international

Hier können aktuelle Themen getrennt voneinander auf gesonderten threads erörtert werden.

Re: Covid-2019: Erotik-Branche fürchtet das Total-Verbot

Beitragvon AlexRE » So 31. Mai 2020, 17:19

Excubitor hat geschrieben:
AlexRE hat geschrieben:
Excubitor hat geschrieben:Haben wir nicht einen anderen Strang wo das passt, weil das hier total "off topic" geraten ist?


Vielleicht "Gewalt gegen Frauen und Kinder"? Es gibt nämlich Leute, die sich für das nordische Modell engagieren, weil sie ausnahmslos jede Inanspruchnahme einer Prostituierten als Vergewaltigung ansehen. Die Frauen sollen alle zumindest in einer wirtschaftlichen Zwangslage sein, weshalb jeder Freier die kriminelle Energie eines Vergewaltigers habe bzw. einer sei:

https://www.sueddeutsche.de/leben/prost ... -1.2989558

https://www.emma.de/authors/huschke-mau


Diese absolut einseitige Sichtweise ist tendenziell völliger Unsinn. Sie berücksichtigt nämlich überhaupt nicht, dass es tatsächlich Frauen gibt, die Spaß am Sex und erkannt haben, dass sich damit gut Geld verdienen lässt, die das also absolut freiwillig und aus eigenem Antrieb machen. Insbesondere im semi-professionellen Bereich der Swingerclubs und Privat-Bordelle gibt es nicht wenige davon, mit überaus ansehnlichem Nebenverdienst. Da passt Gewalt gegen Frauen überhaupt nicht.
Alles, was einfach aus Gründen eigener politischer oder anderer Interessen pauschalisiert wird, wie auch anscheinend das "Nordische Modell" ist mangels Differenzierung inakzeptabel und führt immer zu falschen Ergebnissen bei denen irgendjemand benachteiligt wird. Die die am lautesten gegen Prostitution wettern sind die ersten die hingehen ... da könnte ich drauf wetten.
Selbstverständlich ist Zwangsprostitution mit härtesten Mitteln zu bekämpfen, was dann wieder an unserem albernen Strafsystem scheitert, aber nicht mit untauglichen Mitteln, die nur künstlich weitere Kriminalität aufbauschen die in Teilen gar keine ist und den kriminellen Umtrieben der Menschenhändler auch nicht wirklich schadet, nur alles weiter ins Dunkelfeld einer Rotlicht-Parrallelgesellschaft verlagert. Vielleicht ist es im hohen Norden auch etwas zu kalt um klar zu denken, sieht man ja am Umgang mit der Coronakrise, womit wir wieder beim Thema wären.


Ich werde die Beiträge zu diesem Thema auf den Thread "Gewalt gegen Frauen und Kinder" verschieben.

Mir ist allerdings nicht ganz klar, welches verfassungsrechtliche Hindernis einem neuen StGB - § "Inanspruchnahme der Dienstleistungen von Prostituierten" im Wege stehen sollte. Ich sehe da nur rechtspolitische Argumente (wenn auch fragwürdige wie die "Verhinderung von Vergewaltigungen"), aber keine verfassungsrechtlichen.

Beispiel: Mit welchem (Verfassungs-) Recht verbietet der Staat nicht vorbestraften, sozial engagierten, steuerzahlenden und auch sonst hochanständigen Menschen das Tragen von Schusswaffen in der Öffentlichkeit? Würden nicht maximal wehrhafte edle Menschen in jeder Notsituation Gewaltopfern als Retter zur Seite stehen und das Problem der Gewalt in der Öffentlichkeit minimieren?

Es würden aber auch sehr viele (noch) nicht vorbestrafte Idioten leicht an tödliche Waffen kommen und damit Unfug anstellen, wenn der Staat niemandem etwas rein vorsorglich verbieten dürfte.

So verhält es sich mit den anständigen Freiern und den total freiwilligen Prostituierten auch. Deren positives Beispiel dient Menschenhändlern quasi als Deckung, um mitten im Geltungsbereich des Grundgesetzes eine Sklavenkultur aufzuziehen. Wenn sich diese Strukturen nicht auf andere Weise zerschlagen lassen, bin ich auch für eine Kriminalisierung der Freier. Sklavenhändler und -halter sind neben Mördern die größten Todfeinde der grundgesetzlichen Werteordnung. Deren Bekämpfung erlaubt jedes Mittel, das nicht durch ein milderes ersetzt werden kann.
Der Stuttgarter OB Rommel:

Ich trete überall, wo das notwendig ist, der Meinung entgegen, der Umstand, dass die Diktatur zu allem fähig war, berechtige dazu, die Demokratie zu allem unfähig zu machen.
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Re: Gewalt gegen Kinder und Frauen international

Beitragvon maxikatze » Do 4. Jun 2020, 11:42

Von geistiger Gesundheit kann wohl bei dieser Kita-Tante nicht ausgegangen werden.

https://web.de/magazine/regio/nordrhein ... t-34763080
"Frauen schulden keiner einzigen Religion Dank für auch nur einen Impuls der Freiheit."

Susan Brownell Anthony,
amerikanische Frauenrechtlerin 1820-1906
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Re: Gewalt gegen Kinder und Frauen international

Beitragvon maxikatze » Mi 17. Jun 2020, 09:51

Der Ehemann fand die Leiche des Kindes in der Kühltruhe.
Bleibt die Frage, wie konnte das tote Kind jahrelang vom Ehemann unentdeckt bleiben? Hat er nie zuvor in die Truhe geguckt? Seltsam.
In einer Kühltruhe im Keller eines Mehrfamilienhauses in Lichtenstein in Baden-Württemberg ist ein totes Neugeborenes gefunden worden.

https://web.de/magazine/panorama/totes- ... r-34793608
"Frauen schulden keiner einzigen Religion Dank für auch nur einen Impuls der Freiheit."

Susan Brownell Anthony,
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Re: Gewalt gegen Kinder und Frauen international

Beitragvon icke » Sa 13. Feb 2021, 16:23

Es ist fast so, als könnte man zukünftige Gewaltverbrechen verhindern, indem man Gewalttäter verurteilt und bestraft.

Einer der beiden Männer, die damals im Vergewaltigungsprozess um Gina-Lisa Lohfink angeklagt waren, steht erneut vor Gericht. Er soll einer prostituierten Frau Schaden zugefügt haben, indem er gegen deren Willen beim Verkehr das Kondom abgezogen hat, obwohl er wusste, dass die Frau auf geschützten Sex bestanden hatte. Als die Frau daraufhin den Akt abbrach, soll er sie geschlagen haben. Das Urteil gegen ihm fällt am 24. Februar.

https://www.spiegel.de/panorama/justiz/ ... 0744b9fb52?
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Re: Gewalt gegen Kinder und Frauen international

Beitragvon Excubitor » Sa 13. Feb 2021, 16:39

icke hat geschrieben:Es ist fast so, als könnte man zukünftige Gewaltverbrechen verhindern, indem man Gewalttäter verurteilt und bestraft.

Einer der beiden Männer, die damals im Vergewaltigungsprozess um Gina-Lisa Lohfink angeklagt waren, steht erneut vor Gericht. Er soll einer prostituierten Frau Schaden zugefügt haben, indem er gegen deren Willen beim Verkehr das Kondom abgezogen hat, obwohl er wusste, dass die Frau auf geschützten Sex bestanden hatte. Als die Frau daraufhin den Akt abbrach, soll er sie geschlagen haben. Das Urteil gegen ihm fällt am 24. Februar.

https://www.spiegel.de/panorama/justiz/ ... 0744b9fb52?


Das Urteil verspricht interessant zu werden, wie das bei Aussage gegen Aussage immer der Fall ist. Ein Gericht kann, entgegen der weitläufigen Annahme, dass dann immer eingestellt werden würde, durchaus einer Aussage glauben schenken und verurteilen oder nicht, muss das nur nachvollziehbar und möglichst wenig angreifbar begründen. Wenn die Frau nachweisbare Verletzungen aufgewiesen hat, die man auf ihn zurückführen kann, ist er fällig, und zwar wegen Vergewaltigung. Es ist völlig egal, ob sie Prostituierte ist oder nicht. Nein heißt Nein. Punkt.
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Re: Gewalt gegen Kinder und Frauen international

Beitragvon AlexRE » Sa 13. Feb 2021, 17:34

Excubitor hat geschrieben:Das Urteil verspricht interessant zu werden, wie das bei Aussage gegen Aussage immer der Fall ist. Ein Gericht kann, entgegen der weitläufigen Annahme, dass dann immer eingestellt werden würde, durchaus einer Aussage glauben schenken und verurteilen oder nicht, muss das nur nachvollziehbar und möglichst wenig angreifbar begründen. Wenn die Frau nachweisbare Verletzungen aufgewiesen hat, die man auf ihn zurückführen kann, ist er fällig, und zwar wegen Vergewaltigung. Es ist völlig egal, ob sie Prostituierte ist oder nicht. Nein heißt Nein. Punkt.


Jedenfalls bei einem Strafprozess ist das so, weil die Aussage des Opfers zunächst einmal eine vollwertige Zeugenaussage ist, die die Verteidigung erst einmal entkräften muss. Dieser Spruch "Aussage gegen Aussage" passt eher zu einem Zivilprozess, wo mangels anderer Beiweise als der Behauptungen der Parteien eine Beweislastentscheidung gegen den Beweispflichtigen ergeht.

Der hier angeklagte junge Mann hat sich nach dem Lohfink - Prozess wahrscheinlich so in Sicherheit gewogen, dass er mit den sexuellen Übergriffen gleich weitergemacht hat. Schließlich ist er damals nicht nur freigesprochen worden, sondern das Vergewaltigungsopfer wurde auch noch wegen falscher Verdächtigung verurteilt, obwohl der Sachverhalt unstreitig und auf Video festgehalten wurde. Das war wahrscheinlich die erste Verurteilung wegen falscher Verdächtigung wegen Äußerung einer unzutreffenden Rechtsmeinung, falls die Rechtsauffassung von Frau Lohfink überhaupt unzutreffend war.

Der mutmaßliche Täter wird sich jetzt wahrscheinlich auch noch in Sicherheit wiegen, wenn eine von ihm vergewaltigtes Show - Sternchen von der Justiz terrisiert wird, kann das bei einer Prostituierten aus seiner Sicht wohl kaum anders laufen.

Da könnte er sich aber geschnitten haben, ein Sternchen mit selbsternanntem Promi - Anwalt (Burckhardt Benecken), dessen Abwatschung in der Urteilsbegründung einen unfassbaren Raum einnimmt, könnte den Halbgöttern in schwarz sehr viel mehr Anreiz geliefert haben, einen verachteten Teil der Medienbranche und gleichzeitig einen verhassten Typus von Anwalt gleichzeitig fertigzumachen, als eine Prostituierte. Da könnten sie sich mangels Anreiz für eine Rechtsbeugung mal wieder an das Gesetz halten, und dann ist der sich in Sicherheit wiegende junge Herr fällig.
Der Stuttgarter OB Rommel:

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Re: Gewalt gegen Kinder und Frauen international

Beitragvon AlexRE » Di 16. Feb 2021, 11:24

Ein Säureattentat gegen eine junge Frau in der Schweiz:

https://www.blick.ch/schweiz/westschwei ... 44954.html

Da hat mal wieder ein Flüchtling die Fluchtgründe gleich mitgebracht. Frauen mit Säure zu übergießen, wenn sie sich nicht als Eigentum erwerben lassen wollen, ist schließlich ein typisches Erscheinungsbild der zivilisatorischen Untiefen, denen die Flüchtlinge entrinnen wollen.
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Re: Gewalt gegen Kinder und Frauen international

Beitragvon Livia » Di 16. Feb 2021, 16:22

AlexRE hat geschrieben:Ein Säureattentat gegen eine junge Frau in der Schweiz:

https://www.blick.ch/schweiz/westschwei ... 44954.html

Da hat mal wieder ein Flüchtling die Fluchtgründe gleich mitgebracht. Frauen mit Säure zu übergießen, wenn sie sich nicht als Eigentum erwerben lassen wollen, ist schließlich ein typisches Erscheinungsbild der zivilisatorischen Untiefen, denen die Flüchtlinge entrinnen wollen.


Das habe ich auch gelesen. Ich kann gar nicht ausdrücken, was ich in so einem Moment empfinde. Diese Gewalttäter können gar nicht genug bestraft werden, für das was sie machen. Dass sie ihr zivilisatorisches Erscheinungsbild mitbringen, ist leider eine Tatsache, die vielen Gutmenschen immer noch fremd sind.

Am 7. März stimmen die Schweizer über ein Burka- und Verhüllungsverbot ab. Was da für verrückte Gedanken von den Gegnern aufkommen ist einfach sagenhaft. :shock:
Viele Leute würden bereitwillig zugeben, dass sie sich langweilen; aber kaum einer würde zugeben, dass er langweilig ist.

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