Gewalt gegen Kinder und Frauen international

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Re: Vergewaltigungsopfer ist tot

Beitragvon AlexRE » Di 12. Feb 2013, 21:14

Na toll, eine einvernehmliche Knebelung vor dem SM - Spielchen, damit man / frau auch bloß keinen Sicherheitscode mehr zur Verfügung hat:

(...)

Wie die Online-Ausgabe der britischen Tageszeitung "Daily Mail" berichtet, wurde die Frau von ihrem "Herren" insgesamt 123 Mal mit einem hölzernen Zeigestock gepeinigt während sie mit Nylonstrümpfen und Kondomen gefesselt und geknebelt war. Die Zeitung spricht in Anspielung auf die populären SM-Romane auch von "Fifty-Shades-of-Grey"-Sexpraktiken.

(...)

Wie sich herausstellte, starb die 28-Jährige nicht an den Stockschlägen, sondern aufgrund einer Sauerstoffunterversorgung durch die Knebel, welche irreparable Hirnschäden verursachten.

(...)


http://www.suedkurier.de/nachrichten/pa ... 05,5878064

Bei diesem haarsträubenden Ausmaß an Verantwortungslosigkeit in eigenen Angelegenheiten ist der kriminelle Unwertgehalt der Fahrlässigkeit des Mitwirkenden m. M. n. nicht einfach zu bemessen. Das ist so ähnlich, als wenn zwei Spinner Autorennen oder Duell mit scharfen Waffen "spielen" und einer von beiden versehentlich getötet wird.

Fahrlässige Tötung ist das aber auf jeden Fall. Bei der Frage, ob das auch eine (mit einer weitaus höheren Strafandrohung versehene) Körperverletzung mit Todesfolge sein könnte, haben wir aber - wieder einmal - das Problem mit dem Rückwirkungsverbot bzw. besonderen Bestimmtheitsgebot (soweit das nicht nach schwedischem Strafrecht ganz anders geregelt ist als nach deutschem):

Artikel 103

(1) Vor Gericht hat jedermann Anspruch auf rechtliches Gehör.

(2) Eine Tat kann nur bestraft werden, wenn die Strafbarkeit gesetzlich bestimmt war, bevor die Tat begangen wurde.

(3) Niemand darf wegen derselben Tat auf Grund der allgemeinen Strafgesetze mehrmals bestraft werden.


http://dejure.org/gesetze/GG/103.html

Ob in solchen Fällen eine Körperverletzung durch die Einwilligung des verletzten gerechtfertigt ist oder nicht, bleibt jedenfalls nach deutschem Strafrecht dem Sittenempfinden der jeweils zuständigen Richter überlassen:

§ 228 Einwilligung

Wer eine Körperverletzung mit Einwilligung der verletzten Person vornimmt, handelt nur dann rechtswidrig, wenn die Tat trotz der Einwilligung gegen die guten Sitten verstößt.


http://dejure.org/gesetze/StGB/228.html

Wenn das in Schweden auch auf so fragwürdige Art und Weise geregelt ist wie in Deutschland, haben sie in dem Fall ein Problem mit dem Rückwirkungsverbot. Das gilt nämlich in allen Rechtsstaaten der Welt.
Der Stuttgarter OB Rommel:

Ich trete überall, wo das notwendig ist, der Meinung entgegen, der Umstand, dass die Diktatur zu allem fähig war, berechtige dazu, die Demokratie zu allem unfähig zu machen.
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Re: Vergewaltigungsopfer ist tot

Beitragvon Excubitor » Mi 13. Feb 2013, 14:55

AlexRE hat geschrieben:Na toll, eine einvernehmliche Knebelung vor dem SM - Spielchen, damit man / frau auch bloß keinen Sicherheitscode mehr zur Verfügung hat:

(...)

Wie die Online-Ausgabe der britischen Tageszeitung "Daily Mail" berichtet, wurde die Frau von ihrem "Herren" insgesamt 123 Mal mit einem hölzernen Zeigestock gepeinigt während sie mit Nylonstrümpfen und Kondomen gefesselt und geknebelt war. Die Zeitung spricht in Anspielung auf die populären SM-Romane auch von "Fifty-Shades-of-Grey"-Sexpraktiken.

(...)

Wie sich herausstellte, starb die 28-Jährige nicht an den Stockschlägen, sondern aufgrund einer Sauerstoffunterversorgung durch die Knebel, welche irreparable Hirnschäden verursachten.

(...)


http://www.suedkurier.de/nachrichten/pa ... 05,5878064

[...]


Ich habe meinen Beitrag bereits dahingehend konkretisiert, dass natürlich nicht nur Codewörter vereinbart werden:
Die Handlung muss im Normalfall mit einem dazu vorher vereinbarten Codewort oder im Falle einer Knebelung mit einer bestimmten Handlung seitens des "Opfers" jederzeit abgebrochen werden können; bei seriösem Ablauf muss immer eine Möglichkeit gelassen werden "auszusteigen"...

Es scheint mittlerweile jedoch eine Form von extremer Dekadenz auch auf diesem Sektor eingetreten zu sein, dass sich Leute einfach ein Buch nehmen, Irgendetwas lesen, ohne sich mit der Materie ernsthaft beschäftigt und vertraut gemacht zu haben und dann sogar ohne Rücksicht auf Verluste zur eigenen Befriedigung möglicherweise sogar schwerste Gesundheitsschäden oder sogar Menschenleben in Kauf nehmen. Selbst bei den regelmäßig solche Praktiken auf "seriöse Art" einverständlich betreibenden BDSM-Fans dürfte das Unverständnis bis erhebliches Befremden auslösen, was hier geschehen ist.
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Re: Vergewaltigungsopfer ist tot

Beitragvon Livia » So 17. Feb 2013, 11:05

Sechsjährige in Indien vergewaltigt und an Strassenrand geworfen

Ein sechs Jahre altes Mädchen ist in Indien entführt, vergewaltigt und dann wie Müll an einen Strassenrand geworfen worden. Ein Passant entdeckte das Kind, das aus einem Vorort der Hauptstadt Neu Delhi stammt, am vergangenen Sonntagabend.

Das Verbrechen wurde erst bekannt, nachdem lokale Medien darüber am Freitag berichteten. Die "Times of India" meldete, dass das Mädchen möglicherweise von mehr als einem Täter vergewaltigt wurde.

"Medizinische Untersuchungen haben eine Vergewaltigung bestätigt. Das Mädchen erholt sich in einem Spital", sagte ein Vertreter der Polizei. Die Sechsjährige sei traumatisiert und nicht in der Lage, exakte Hinweise zu geben.

http://www.bluewin.ch/de/index.php/26,7 ... chtes/sda/
Viele Leute würden bereitwillig zugeben, dass sie sich langweilen; aber kaum einer würde zugeben, dass er langweilig ist.

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Re: Vergewaltigungsopfer ist tot

Beitragvon Uel » So 17. Feb 2013, 14:03

Zum Fall der toten Bayerin in Schweden schrieb Alex:
Das ist so ähnlich, als wenn zwei Spinner Autorennen oder Duell mit scharfen Waffen "spielen" und einer von beiden versehentlich getötet wird.


Genau so sehe ich das auch, jeder, der sich an soetwas beteiligt macht sich von vornherein mitschuldig. Freuden am Quälen von Andern zu empfinden ist und bleibt eine Perversion, zumal man einen Gewaltgewöhnungsprozess und daraus resultierend Abstumpfungen ja nicht ausschließen kann. Und die Erduldenden trainieren "freiwillig" Gewaltmenschen.
Liebe Grüße
von Uel


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Re: Vergewaltigungsopfer ist tot

Beitragvon AlexRE » So 17. Feb 2013, 16:00

Uel hat geschrieben:Zum Fall der toten Bayerin in Schweden schrieb Alex:
Das ist so ähnlich, als wenn zwei Spinner Autorennen oder Duell mit scharfen Waffen "spielen" und einer von beiden versehentlich getötet wird.


Genau so sehe ich das auch, jeder, der sich an soetwas beteiligt macht sich von vornherein mitschuldig. Freuden am Quälen von Andern zu empfinden ist und bleibt eine Perversion, zumal man einen Gewaltgewöhnungsprozess und daraus resultierend Abstumpfungen ja nicht ausschließen kann. Und die Erduldenden trainieren "freiwillig" Gewaltmenschen.


Es könnte gut sein, dass die von Dir beschriebene potentielle Gefährdung Dritter durch die Entwicklung einer Mode - SM - Szene mit wenig Verantwortungsbewusstsein dazu führt, dass eine neue Rechtsprechung die Einwilligung in Körperverletzungen aus sexuellen Gründen als sittenwidrig i. S. d. § 228 StGB ansieht. Dann hätten wir aber wieder das Problem mit dem besonderen Bestimmtheitsgebot / Rückwirkungsverbot.

Genau genommen hat ein Begriff wie "Sittenwidrigkeit" im Strafgesetzbuch schlichtweg nichts verloren. Allein das latente Gefährdungspotential für das Prinzip "nulla poene sine lege" macht so eine Vorschrift glatt verfassungswidrig.
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Re: Vergewaltigungsopfer ist tot

Beitragvon Uel » So 17. Feb 2013, 16:33

... Du hast mich nicht ganz verstanden, ... als Jurist musstest Du das wohl:

Genau so sehe ich das auch, jeder, der sich an soetwas beteiligt macht sich von vornherein mitschuldig.


ich meinte mitschuldig niemals im juristischen sondern im moralischen Sinn. Und wer sich im moralischen Sinn mitschuldig macht, sollte sich nicht unbedingt aufregen, wenn er geschädigt wird, aber dazu mal leider keine Strafbewehrung zur Verfügung steht. Wie seit ewigen Zeiten muss man dann leider sagen: selbst (teil)schuld! Was lässt Du Dich auch mit Halb- bis Viertel-Kriminellen ;) ein, auch wenn sie unter der Fahne des Sex segeln.
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von Uel


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Re: Vergewaltigungsopfer ist tot

Beitragvon AlexRE » So 17. Feb 2013, 16:58

Uel hat geschrieben:... Du hast mich nicht ganz verstanden, ... als Jurist musstest Du das wohl:

Genau so sehe ich das auch, jeder, der sich an soetwas beteiligt macht sich von vornherein mitschuldig.


ich meinte mitschuldig niemals im juristischen sondern im moralischen Sinn. Und wer sich im moralischen Sinn mitschuldig macht, sollte sich nicht unbedingt aufregen, wenn er geschädigt wird, aber dazu mal leider keine Strafbewehrung zur Verfügung steht. Wie seit ewigen Zeiten muss man dann leider sagen: selbst (teil)schuld! Was lässt Du Dich auch mit Halb- bis Viertel-Kriminellen ;) ein, auch wenn sie unter der Fahne des Sex segeln.


Ich denke schon, dass ich das verstanden hatte. Es ist in diesem speziellen Fall auch nicht ganz richtig, dass keine Strafandrohung zur Verfügung steht. Es ist vielmehr vom Gesetzgeber im Unklaren gelassen bzw. dem "Sittenempfinden" des Richters überlassen worden, ob er so etwas als strafbare Körperverletzung ansehen will oder nicht - und das ist eben rechtsstaatlich höchst fragwürdig, m. M. n. glatt verfassungswidrig.
Der Stuttgarter OB Rommel:

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Re: Vergewaltigungsopfer ist tot

Beitragvon maxikatze » So 17. Feb 2013, 18:43

Ein 6 jähriges Kind als Vergewaltigungsopfer - und schon wieder in Indien. Was leben in dem Land nur für Menschen? Auch auf die Gefahr hin, dass ich verallgemeinere, aber gesellschaftlich und moralisch ist das Land aus der Steinzeit nicht herausgekommen. Denn wie viel Vergewaltigungen werden nicht bekannt und erregen kein Aufsehen in der Presse?


http://www.bz-berlin.de/aktuell/welt/in ... 40290.html


Wieder ein unfassbares Sexualverbrechen in Indien: Ein sechs Jahre altes Mädchen ist entführt, vergewaltigt und dann wie Müll an einen Straßenrand geworfen worden. Ein Passant entdeckte das Kind, das aus einem Vorort der Hauptstadt Neu Delhi stammt, am vergangenen Sonntagabend. Das Verbrechen wurde erst bekannt, nachdem lokale Medien darüber am Freitag berichteten. Die „Times of India“ meldete, dass das Mädchen möglicherweise von mehr als einem Täter vergewaltigt wurde.

„Medizinische Untersuchungen haben eine Vergewaltigung bestätigt. Das Mädchen erholt sich in einem Krankenhaus“, sagte ein Vertreter der Polizei. Die Sechsjährige sei traumatisiert und nicht in der Lage, exakte Hinweise zu geben.
Hände waschen!

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Re: Vergewaltigungsopfer ist tot

Beitragvon Livia » Mi 20. Feb 2013, 17:48

Drei kleine Mädchen in Indien vergewaltigt und ermordet

Im Westen Indiens sind drei Schwestern im Alter zwischen sechs und elf Jahren vergewaltigt und ermordet worden. Die Leichen der Mädchen wurden in einem Brunnen in einem Dorf im Bundesstaat Maharashtra gefunden.

Auch die Schulranzen und die Schuhe der Kinder seien in dem Brunnen gewesen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Eine Obduktion habe ergeben, dass alle drei vergewaltigt wurden, bevor sie starben. Die Schwestern wurden bereits vergangene Woche entdeckt - zwei Tage, nachdem sie im Bezirk Bhandara als vermisst gemeldet worden waren.

http://www.bluewin.ch/de/index.php/26,7 ... chtes/sda/

Das ist einfach unfassbar. :evil: :evil:
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Re: Vergewaltigungsopfer ist tot

Beitragvon Livia » Mo 11. Mär 2013, 10:57

Mutmasslicher indischer Vergewaltiger begeht Selbstmord

Der Fahrer des Busses, in dem eine junge indische Frau Mitte Dezember mehrfach vergewaltigt und gefoltert worden war, hat sich im Tihar-Hochsicherheitsgefängnis von Neu Delhi erhängt. Das bestätigten Vertreter von Polizei und Gefängnisverwaltung am Montag.

Nach ersten Erkenntnissen war der Hauptangeklagte im Prozess während seines Todes nicht allein in seiner Gefängniszelle. Mit ihm seien drei weitere Insassen untergebracht gewesen, sagte Gefängnissprecher Sunil Gupta.

Die Männer seien nicht wegen des Verbrechens an der 23-jährigen Studentin angeklagt gewesen. Der Vorfall werde untersucht, sagte Gupta weiter.

Der 33-jährige Hauptangeklagte sei am frühen Montagmorgen mit einer Bettdecke erhängt aufgefunden worden. Die Leiche habe keine äusseren Verletzungen aufgewiesen und werde zur Autopsie in ein Spital gebracht.

Nach Angaben von Gupta gibt es in den Zellen keine Überwachungskameras, die Insassen würden direkt von den Sicherheitskräften überwacht. Die Verteidiger der Angeklagten hatten mehrfach erklärt, ihre Klienten würden im Gefängnis von anderen Insassen auf Geheiss der Polizei gefoltert.

http://www.bluewin.ch/de/index.php/17,775064/Mutmasslicher_indischer_Vergewaltiger_begeht_Selbstmord/de/news/ausland/sda/
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