Die Abgrenzung des Staatlichen vom Religiösen laut GG

Wie konsequent soll die nach der Selbstauflösung neu zu gründende Partei für die Trennung von Staat und Kirche eintreten? Soll die Kirchensteuer abgeschafft werden?

Re: Die Abgrenzung des Staatlichen vom Religiösen laut GG

Beitragvon AlexRE » Sa 7. Jul 2018, 18:50

Staber hat geschrieben:@ Alex
Vielleicht hast Du ja nur deswegen keine Vorstrafe, weil Gewalt früher weitgehend akzeptiert war und Schlägereien selten angezeigt wurden ...


Nein, ich habe mich einfach vernünftig verhalten, so wie es vernünftige Bürger tun. Unrecht vermeiden hieß die Devise lieber Alex! ;)


Zu der Einsicht wärst Du auch gekommen, wenn Du für drei Tage Schulschwänzen drei Wochen Hausarrest gekriegt hättest statt sinnlose Prügel für drei Wochen Schulschwänzen, in denen die inkompetenten Erzieher nichts gemerkt hatten. Die haben Dich für ihre eigenen Fehler verprügelt, deshalb war das auch so heftig. Gegen Sündenböcke richtet sich immer die größte Wut der Versager.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wo das Verprügeln von Kindern legal und sozial akzeptiert ist, gibt es immer mehr Gewaltkriminalität als in Kulturen, die Gewalt gegen Schwächere im Allgemeinen und gegen Kinder im Besonderen ächten. Dazu muss man sich nur die USA und unsere islamischen Einwanderer ansehen und die ganze abwegige Diskussion abhaken.
Der Stuttgarter OB Rommel:

Ich trete überall, wo das notwendig ist, der Meinung entgegen, der Umstand, dass die Diktatur zu allem fähig war, berechtige dazu, die Demokratie zu allem unfähig zu machen.
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Re: Die Abgrenzung des Staatlichen vom Religiösen laut GG

Beitragvon Livia » Sa 7. Jul 2018, 23:40

Alex schrieb
Guisan wäre auch verehrt worden, wenn er erfolgreich Krieg geführt und situationsbedingt Kriegsverbrechen hätte begehen müssen. Das hätten ihm die Schweizer ebenso nachgesehen wie den sehr unangenehmen Aspekt des Redoute - Konzepts, den Großteil der eigenen Bevölkerung dem Feind überlassen zu müssen.


Guisan versuchte auch die Bevölkerung zu schützen. In der ganzen Schweiz waren Panzersperren über Felder und in Wälder Kilometer lang zur Verteidigung aufgestellt worden. Auch Bunker gab es zuhauf. In höheren Lagen auf schmalen Bergstrassen gab es versenkbare Panzersperren. Noch heute sind viele dieser Panzersperren sichtbar und mit Moos überzogen. Viele Bauern stören sich daran, weil die Sperren durch ihr Land gezogen wurde. Auf dem Bundeshausplatz wurde der ganze Platz umgepflügt und Kartoffeln angepflanzt für die Bevölkerung im Notfall. Ob Guisan mit seiner Strategie die Schweiz aus den Bergen, (Redoute - Konzept) zu verteidigen Erfolg gehabt hätte, weiss man nicht. Die Wehrmänner glaubten ihm Bedingungslos und glaubten auch an einen Erfolg, zumindest Teilweise. ;)

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Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges befahl der Oberbefehlshaber der Schweizer Armee, General Henri Guisan, bei einem Angriff von Norden her, die Linie Sargans-Walensee-Linth-Zürichsee-Limmat-Hauenstein-Gempenplateau "sans esprit des retour" zu verteidigen. Er sorgte persönlich für den Ausbau der Linthstellung mit den Brückenköpfen Grynau und Benkner Büchel und die Vorbereitung zur Überschwemmung der Linthebene.

Mit der Schlacht um Frankreich näherte sich der Krieg der Schweizer Westgrenze. Mit dem Kriegseintritt von Italien war die Schweiz von den Achsenmächten umschlossen. Deshalb befahl General Guisan das Gros der Armee mit dem Operationsbefehl Nr. 12 vom 17. Juli 1940 ins Reduit. Er nahm dabei seine Truppen aus dem Vorgelände zurück und setzte sie als geballte Kraft im Alpenraum ein. Die Nordfront dieser Zentralstellung zog sich dabei entlang der Nordgrenze des Kantons Schwyz und deckte eine der möglichen Angriffsachsen (Sihl-Schwyz-Gotthard). Mit diesem Befehl verstärkte der General überdies die Stellungen der 7. mit der 6. Division. Gleichzeitig verlieh er der gesamten Verteidigungsstellung mit der Errichtung von weiteren Sperren im Raum Wägital, Sihlsee, Etzel und Schindellegi sowie Biberbrugg, Altmatt und Oberarth die nötige Tiefe. Der Kampf der Infanterie wurde mit dem Feuer der Artillerie aus dem Raum Sihlsee (7. Division) und dem Raum Rothenthurm-Sattel-Arth (6. Division) unterstützt.


Wir hatten einfach grosses Glück, nicht mit einem brutalen Krieg konfrontiert zu werden. :|
Viele Leute würden bereitwillig zugeben, dass sie sich langweilen; aber kaum einer würde zugeben, dass er langweilig ist.

Erich Fromm
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Re: Die Abgrenzung des Staatlichen vom Religiösen laut GG

Beitragvon maxikatze » Do 27. Sep 2018, 08:51

Verstehe ich das richtig? Werden diese Verbrechen nicht von der Staatsanwaltschaft untersucht?
Wenn der Staat die Straftaten, die innerhalb der Kirche passieren, nicht verfolgt, kann er nur schwer erklären, warum andererseits die Scharia keine Gültigkeit hat.
Es kann und darf auch nicht sein, dass diese Täter in Amt und Würden bleiben.

...warum die Kirche nicht die Staatsanwaltschaft einlädt,... Noch immer will sie die Dinge unter sich regeln...

https://web.de/magazine/politik/politis ... l-33183978
Frauen schulden keiner einzigen Religion Dank für auch nur einen Impuls der Freiheit.
Susan Brownell Anthony,
amerikanische Frauenrechtlerin 1820-1906



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